Die Tonnen sind da

Heute kamen die Regenwasserauffangtonnen. Als diese aufgestellt waren gings sofort nach Kantharalak zum Eisenwarenhändler unseres Vertrauens. Ein Chinese der sehr gut englisch spricht. Da an der Pumpe auch was zu reparieren war habe ich diese gleich mitgenommen. Als ich sie ihm zeigte, konnte er nur lachen und sagte immerzu, dass dieses Model zu alt wäre. (zwei Jahre) aber seine Leute haben sie repariert, hoffe ich, weil ich erst morgen dazu komme, sie wieder anzuschließen. Aber eigentlich wollte ich die Abflüsse von Regenrinne zur Wassertonne besorgen. Was bei uns durch Euronormen etc ohne Probleme möglich ist, gestaltet sich hier schon schwieriger. Aber da ich das ja mittlerweile weiß, machen ich von allen Sachen Fotos und messe die Größen in Zoll und Zentimeter. Dann bekommt man fast immer, was man braucht. So auch hier und heute. Wieder im Haus habe ich die Anschlüsse schnell montiert, da der Himmel schon bedrohlich dunkel geworden war. Auch der Wetterbericht kündigte Gewitter an. Ich habe mich wirklich auf den ansonsten unerwünschten Regen gefreut, aber Pustekuchen. Von November bis März regnet es eben nicht. (die kleinen Ausnahmen in Bangkok zählen nicht). Na dann habe ich noch eine Steckdose für die Waschmaschine im Bad angeschlossen und nach der dritten kalten Dusche (warm gibt’s ja auch nicht) mich in mein gut ventiliertes Wohnzimmer zurückgezogen und mir den Suzuki-Cup live im Fernsehen angeschaut. Thailand hat 3:2 gewonnen. Jetzt ist es gleich 22 Uhr und (was mir als alte Nachteule in Deutschland ja nicht passieren würde) ich gehe dann mal ins Bett…

Nun ist das Haus geweiht

Gestern am Sonntag waren drei Mönche hier und haben in einer netten Zeremonie das Haus geweiht. Alle die uns kennen und noch mit uns reden, das muss man schon unterscheiden, denn es kennen uns zwar viele, mit uns reden wollen (Gott sei Dank) aber nicht so viele, sagen jetzt habt ihr ein Haus, vorher war es nur eine Hütte. Jetzt könnte man denken, drei Mönche, eine kleine Zeremonie, kann ja nicht so schlimm sein. Weit gefehlt. Es fing am Sonnabend mit einem Großeinkauf an und gipfelte in Möbelrücken und Großreinemachen. Als ich mein müdes Haupt ins Bett begeben wollte, fing das große Kochen an. In drei Küchen wurde der Großeinkauf verarbeitet. Ich schlief irgendwann ein und wurde gegen 7.30 Uhr unsanft geweckt, weil nun der Aufbau der Speisen und Getränke begann. Für drei Mönche? Ja und für ca 15 Personen jeglichen Alters, wobei die Generation 70+ weiblichen Geschlechts überwog. Also die Mönche kommen, bekommen jede Menge Essen und Geschenke vorgesetzt, und lassen es sich schmecken während die Leute zugucken und warten, dass sie auch noch was abbekommen. Denn nur was die Mönche übrig lassen darf dann verteilt werden. Nun gut. Jetzt sind alle Türen mit einem Schutz versehen und das Haus ist geweiht.

Und am Nachmittag habe ich dann auch Geld unters Volk gebracht. Das geht hier auch Sonntags problemlos. Es haben zwar nicht alle Läden geöffnet, aber die meisten eben doch. Ich habe mir eine thaistyle Couch samt dazu passendem Fernsehtisch gekauft. Nun sieht das “Wohnzimmer” nicht mehr nach Campingplatz aus.

Morgen werden die Regenrinnen am Vordach montiert und dann fehlen nur noch die Auffangtonnen. Mal sehen wo wir die herbekommen.

Kann man in Thailand frieren die 2te

so fragte ich mich vor gut einem Jahr. Und dieses Jahr ist die Antwort ganz klar: Ja man kann! Wir haben nämlich jetzt wirklich den thailändischen Winter. Kein Tropfen Regen, am Tag ist es schon noch sehr warm, so ca. 28 – 32 Grad, aber in der Nacht kühlt es ganz schnell auf unter 20 Grad ab. Meine liebe Frau ist ja schlau, sie hat sich in den dünnen Bettbezug, der normalerweise ausreicht, eine Decke eingezogen, ich nicht und habe gefroren. Wir mussten heute sehr früh aufstehen (7 Uhr) und da habe ich wirklich lange Hosen und ein Hemd angezogen. Laut Wetterbericht waren 16 Grad, man sah beim Ausatmen den Hauch. Jetzt um 9 Uhr ist alles wieder gut, es ist wieder thailändisch warm….

Das Dach ist dicht

und Regenrinnen haben wir auch. Das Wasser kann wahlweise aus dem Brunnen genommen werden oder über das öffentliche Netz bezogen werden. Meine Erkältung ist fast weg und meine liebe Frau, die sich bei mir angesteckt hatte,  war bei einem neuen Arzt in Khun Han, sehr nett, augenscheinlich auch kompetent und sehr geschäftstüchtig. Nach der eigentlichen Behandlung, den hier üblichen diversen Spritzen und vier verschiedenen Tabletten, wurde auch auch noch eine Gesichtsreinigung?? Peeling?? was weiß ich angeboten. Alles zusammen ca. 25 €.

Bitte weiterlesen…

Der Brunnen ist leer 2ter Teil

Jetzt mache ich alles anders als geplant. Warum soviel neue Rohre verlegen, etwas weniger tuts auch. Erst mal zu meinem Lieblingsbaumarkt und die Bestellung aufheben. Ich werde jetzt vom Frischwasserzugangspunkt eine Leitung bis zum Brunnen verlegen, dann baue ich zwei Absperrhähne ein. Einen der das Brunnenwasser abstellt und einen der das Frischwasser abstellt. Vom Brunnen zum Haus und zum Bad ist ja schon alles verlegt. Das will ich weiter benutzen. Einen Haken hat die Materialersparnis aber doch. Ich muss einen ca 30 cm tiefen und 20 cm breiten Graben ausheben, um das Rohr zu verlegen. Der aufgeschüttete Boden ist aber nach zwei Jahren der Setzung kaum zu bearbeiten. Also muss das Prinzip Eierpampe herhalten. Eine kleine Rinne habe ich in den trockenen Boden gemeißelt und nun wird fleißig gewässert. Da geht das Hacken und Graben doch gleich viel leichter. Aber ich bin ziemlich eingesaut. Eierpampe eben. Den Graben habe ich fertig, ich bins auch, außerdem ist es dunkel (Sonnenuntergang 17.32, Sonnenaufgang 06.01) Ab unter die Dusche, in der Hoffnung, dass genug Wasser da ist.

Der Brunnen ist leer

und was nun? Das war ja eine schöne Überraschung! Mitten im Duschen wurde der Strahl immer dünner, bis gar kein Wasser mehr kam. Was ist nun schon wieder los? Also abgetrocknet, Hose an und zum Brunnen laufen ist eins. Strom ist in Ordnung, die Pumpe macht ein Geräusch, alle Verbindungen sind trocken, also dicht. Aber es kommt kein Wasser mehr. Erst mal die Sicherung raus und Schwester Ban fragen, ob sie was weiß. Wie hier üblich, kommt auch noch Bruder Jan mit Frau und alle haben was dazu zu sagen. Das Ergebnis der Unterhaltung ist folgendes: Pünktlich zur Trockenzeit, Ende Oktober/Anfang November, fällt der Grundwasserspiegel wohl deutlich. Jetzt müsste man den Brunnen um ein bis zwei Meter vertiefen, um diesen Abfall dann im nächsten Jahr nicht mehr zu merken. Unser Fehler war, den Brunnen zu Beginn der Regenzeit zu bauen, als der Grundwasserspiegel sehr hoch war. Hat mir natürlich niemand gesagt. Und wir waren immer während der Regenzeit hier, da gab es keine Probleme. So jetzt muss eine Entscheidung her. Da ist ja immer noch der Anschluss ans öffentliche Trinkwasser. Ich beschließe, diesen zu benutzen. Dafür müssen zwar lange Leitungen verlegt werden (ca. 60 m), aber das ist einfacher und schneller, als den Brunnen zu vertiefen. Das kann immer noch passieren. Die Rohre habe ich schon geordert (eins ist 4 m lang) die Kleinteile auch, dann gehts heute Nachmittag ans Verkleben (richtig gelesen, Verkleben, hier werden die Rohre verklebt) Viel Graben muss ich nicht, es gibt keine Frostgrenze. Falsch es gibt natürlich eine Frostgrenze, aber es gibt keinen Frost. hahaha oder wie der Thailänder schreibt 555 (fünf wird im Thailändischen ha ausgesprochen) Für heute Schluss mit sauberer PC-Arbeit und ran ans schweißtreibende Werkeln

Auch im Isaan bleibt die Zeit nicht stehen

oder wie aus jahrelangem EDGE endlich HSDPA wurde. Letztes Jahr haben wir fleißig Erkundigungen eingezogen welcher Provider für uns in Frage käme. Wir wurden fündig und wollten diesen nun beauftragen. Dazu muss man nach Sisaket fahren, ca 80 Km, das sind gut 2,5 Stunden Fahrt. Macht man nicht so gerne, also wollten wir das mit einem Termin beim Katasteramt verbinden, der soll Montag stattfinden. Mit meinem verschupften Kopf hatte ich erst Garnichts gemerkt, dann aber fiel mein Blick auf die Verbindungsanzeige meines Handys: siehe da ein großes H+ mit vollem Ausschlag. Gleich mal Skype testen, funktioniert mit Kamera auf beiden Seiten. Sogar Fußball kann man live sehen. Jetzt bin ich froh, dass wir noch kein WiMax bestellt haben. Muss man als Farang für ein Jahr im Voraus bezahlen, ca. 120,-€. Dafür ärgere ich mich, dass ich nicht auf meinen Chef gehört habe. Der hat mir für den Urlaub einen UMTS-Router angeboten, ich dachte aber mit EDGE hat das sowieso keinen Sinn und habe ihn nicht mitgenommen. (den Router, nicht den Chef). Nun dann muss halt die Tethering Funktion es Handys herhalten. Da gibt es nur noch ein kleines Problem, es lassen sich keine VPN Tunnel nach Deutschland öffnen, könnte am Provider liegen, werde ich morgen recherchieren. Zuviel Fachchinesisch! Kurz gesagt, man kann jetzt auch hier auf dem Lande in der tiefsten Provinz in schnelles Handynetz benutzen.

Dieses Jahr ist alles anders oder auch nicht…

Da wollte ich dieses Jahr so viel Schreiben, aber ich schleppe immer noch eine fiese Erkältung mit mir rum und bin darum ziemlich groggy. Die Aufgaben hier sind doch Umfangreicher, als im verklärten Rückblick in Berlin abzusehen war.

Doch fangen wir von Vorne an: Die sogenannte “Trockenzeit” ist ziemlich feucht, dafür ist es aber wärmer als im Hochsommer. Bitte weiterlesen…

Lange Hosen in Bangkok

oder warum habe ich immer Pech mit dem Wetter. Ich entsinne mich nur an wenige Urlaube, wo das Wetter so war wie es seien sollte. Ich weiß noch genau, wie es in Norwegen war. Als Anfang Zwanzigjähriger war ich meinem Freund Micky wandern. Eigentlich sollten zwanzig Grad und Sonnenschein vorherrschen, aber es regnete ununterbrochen. Vor einigen Jahren in Spanien hat es im Juli eine Woche geregnet und war so kalt, dass man nicht an den Strand konnte. Da gibt es sonst Wasserrationierung und wer beim Gartenwässern erwischt, wird zahlt horrende Strafen.
Und heute in Bangkok sollten Bitte weiterlesen…

Jetzt gehts los!

So in einer Stunde fahren wir zum Flughafen. Dieses Mal fliegen wir mit Qatar Airlines, da mir im Frühjahr die Situation bei Air Berlin zu unsicher war. Unsere Koffer haben wir bestimmt zehn Mal umgepackt und neu gewogen. Ich hoffe unsere Waage stimmt. Laut dieser haben wir genau 60 Kg in drei Koffern und jeweils 7 Kg Handgepäck. Wie soll ich das bloß in BKK händeln?
Zu allem Überfluss bin ich auch noch erkältet. Husten, Schnupfen, Heiserkeit und leichte Temperatur. Son Mist! Na ja werde mich in Bangkok im Hotel erholen, während meine liebe Frau sich mit Enkel und Sohn trifft…