Die Mauer wird gebaut

Nachdem der Mauerbau beschlossene Sache war, ging es ans Pläne schmieden. Wie soll die Mauer aussehen? Wie hoch, wie lang,  wo ist die Grundstücksgrenze, mit Fundament, welche Steine, welche Pfeiler in welchem Abstand…? Da ja jeder Thailänder ein Baumeister ist wurden uns viele verschiedene Varianten vorgeschlagen. Und da ja jeder Farang Millionär ist, waren das natürlich auch sehr exotische Vorschläge. Wir haben uns dann aber für die einfache Variante von OneNas Nichte Leb entschieden. Eine Mauer aus den typischen thailändischen Hohlblocksteinen (40x20x7,5). Dazu wird ein kleines Streifenfundament gegossen in das auch die Pfeiler eingelassen sind. Diese stehen im Abstand von sieben Steinen, also ca. 2,90 m (Fugen nicht vergessen). Da wir uns hinter der Mauer nicht verstecken, sondern nur den lebhaften Verkehr der Hühner, Hunde, Kühe und Kinder einschränken wollen, wird diese fünf Steine hoch gemauert, also ca. 1,05 m. Wenn wir dann irgendwann unser Haus bauen, wird auf die Steine noch ein Holzzaun oder ein Eisengitterzaun draufgesetzt. Dieser muss auf jeden Fall winddurchlässig sein, damit eine gute Belüftung des Grundstücks gewährleistet ist. Viele Bauherrn machen den Fehler die Mauer zu hoch zu bauen und wundern sich dann, dass auf ihrem Grundstück die Luft steht.
Also wie die Mauer aussehen soll, wo sie stehen soll und wo die Einfahrt hin soll haben wir geklärt. Nun kommt der lustige Teil der Materialbeschaffung. In Deutschland greift man zum Telefon wählt die Nummer des Baumarktes seines Vertrauens, bestellt das Gewünschte und lässt es sich anliefern. Hier geht das etwas anders. Ich als Farang tauche in diesem Geschäft erst ganz zum Schluss auf. Zuerst fahren meine Schwäger mit ihrem Tuk-Tuk (nicht die Touristentaxis aus Bangkok, sondern die zweirädrigen Trecker an die ein kleiner Anhänger gekoppelt ist) zum örtlichen Baustoffhändler und lassen sich für das berechnete Material einen Preis nennen, damit kommen sie zu OneNa und mir, wir sagen erstmal „zu teuer“, nun noch mal mit dem Baustoffhändler reden und dann stimmt der Preis. Die Beiden holen alles ab und wir lagern es entsprechend auf unserem Grundstück. Die wichtigen Sachen kommen in die Hütte, auch die Zementsäcke, damit sie nicht nass werden. Die Hütte ist ja ein gutes Stichwort. Eigentlich wollte ich ja an dieser etwas rumbasteln, das verschiebe ich aber auf später, denn so wie sie da steht, ist sie zwar unbewohnbar, aber als trocknes Materiallager sehr gut zu gebrauchen. Alles Material ist vor Ort, nun gehts los. Zuerst graben unsere Männer Löcher für die Stangen (so nennt Chan die Pfeiler), in diese werden die Pfeiler gestellt, an der Schnur ausgerichtet und dann mit Beton ausgegossen. Dann wird der Graben für das Fundament vorbereite, leider müssen ein paar Bananenbäume dran glauben, aber die wachsen sehr schnell wieder , sagt meine Schwägerin. Morgen sollen die Eisen fürs Fundament geflochten werden, also dann….

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