Thailändisches Allerlei

Die Berichte sind nicht so ganz chronologisch erzählt, aber ich glaube das macht nichts, da alles sehr zeitnah passiert ist.
Ansonsten ist Thailand so wie man es mittlerweile kennt. Wenn man die Expressrate bezahlt, hat man innerhalb von 5 Stunden Strom, inklusive Sicherungskasten und einer Steckdose im Haus. Nachdem Chan den Eintrag ins eigene Hausbuch mit eigener Hausnummer (145) bekommen hatte ( ein Mittagessen mit dem Bürgermeister und jemand „wichtiges“ für 500 THB) Dauer 1,5 Stunden, rief der Bürgermeister den zuständigen Strommann an und bevor wir vom Amt zu hause waren (10 Km) war der schon da und fing an.

Glücklicherweise hatten wir noch zwei Betonpfeiler übrig, die wurden in Windeseile aufgestellt und dann wurden die Kabel gespannt. Alles sehr professionell. Der Preis fürs Anschließen war zwar gut dreimal so teuer wie der normale Preis, aber dafür mussten wir auch nicht bis zu drei Monate warten.
So nun fängt mein Part mit der Arbeit an. Stromleitungen verlegen und anschließen ist ja nicht die Hürde. Dachte ich. In Deutschland klar. Aber in Thailand geht auch Strom anders…
Es gibt erst mal nur zwei Adern, keine Erde. Muss man mit leben. Dann ist alles in Thaischrift beschriftet und bestimmte Sachen gibt es auf dem Lande einfach nicht. Der Versuch eine Verteilerdose zu bekommen ist kläglich gescheitert. Wozu gibt es Isolierband fragte mich mein Schwager Jan. Na ich habe etwas gebastelt, was halbwegs meinen Vorstellungen von Sicherheit entspricht.
Hier folgt jetzt ein kleiner Statusbericht. Leider vorerst ohne Bilder, die bekannte EDGE Problematik.
Wir haben Strom, eine Unterverteilung mit vier Sicherungskreisen ist montiert, eine „Verteilerdose“ ist gesetzt und eine Dreifachsteckdose montiert und funktionstüchtig verkabelt.
Wir haben Wasser, immer noch aus dem Brunnen, aber die Rohre der Stadtwerke liegen schon vorm Grundstück, die Wasserleitungen sind bis in das Toiletten- Duschhäuschen, unter der Erde verlegt, wir haben jetzt drei Zapfstellen mit Wasserhahn, zwei im Freien, eine im Duschhaus. Wir müssen aber leider noch im Freien duschen, da das Duschhaus noch gefliest werden muss (nächstes Jahr).
Wir haben ein aufgeschüttetes Gelände, das auch bei Regen begeh- und befahrbar ist.
Wir haben einen Graben vom Haus bis zum Brunnen. In diesen Graben kommt ein Rohr, um ein Stromkabel zur Pumpe zu verlegen. Im Moment haben wir da noch den berühmten thailändischen Klingeldraht über einen Baum und einen Holzpfeiler gespannt.
Und wir haben eine Hausnummer! 145.
Noch viel zu tun, aber es ist schon recht gemütlich!

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